Tipps rund um die Ausbildung:

Fahrausbildung ist Vertrauenssache

Jedes Jahr müssen in der Bundesrepublik viele Milliarden Euro für die Folgen von Verkehrsunfällen ausgegeben werden, aber viel schlimmer sind die anderen Folgen: schwere Verletzungen, oft lebenslange Behinderung, Leid und Trauer wegen des Verlustes nahe stehender Menschen. In mehr als 90 % der Fälle ist "Menschliches Versagen" die Ursache. Die richtige Wahl der Fahrschule ist nicht leicht. Der Leitfaden des Fahrlehrerverband BW verschafft Auswahlkompetenz, denn: Verkehrssicherheit hat ihren Preis. Verkehrsunsicherheit jedoch einen sehr viel höheren.

Sorgfalt bei der Wahl der Fahrschule

Jeder Führerscheinaspirant hat es in der Hand, für seine persönliche Sicherheit etwas Besonderes zu tun: Man muss sich eine qualifizierte Fahrschule aussuchen. Wer dabei nur nach dem Preis schielt, macht einen großen Fehler: die Dienstleistung "Fahrunterricht" lässt sich mit anderen nicht ohne weiteres vergleichen. Einen ranzig schmeckenden Hamburger wirft man weg. Man ärgert sich kurz, verdirbt sich vielleicht den Magen, aber weiter ist nichts passiert. Doch ein zweites Mal geht man dort nicht hin. Eine schludrige Fahrausbildung aber - und das gibt es eben auch mitunter - kann der Anfang einer verhängnisvollen Entwicklung sein.

Eltern haben oft falsche Vorstellungen

Die Erziehungsberechtigten der Fahrschüler sind in der Regel zwischen vierzig und fünfzig Jahre alt und haben den Führerschein seit 25 oder noch mehr Jahren in der Tasche. Die damals durchschnittlich benötigte Anzahl von Fahrstunden lag deutlich unter der heutigen. Wenn die Eltern oder Dritte die Ausbildung bezahlen, sind wir ihnen gegenüber um Ausbildungstransparenz besorgt. Dabei leisten wir mit einem präzisern Ausbildungsplan und eine übersichtliche Diagrammkarte wertvolle Hilfe. Wir laden die Eltern gern zu einer Fahrstunde ein um Sie so eine Kostprobe moderner Fahrausbildung „erfahren“ zu lassen.

Der Fahrlehrerverband BW gibt Führerscheinaspiranten die Mittel an die Hand, um eine gute Fahrschule zu finden.

Pflichtlektüre für jeden, der die richtige Fahrschule sucht:

http://www.fahrlehrerverband-bw.de/03-Infos-FSchueler/infos_fahrschueler.htm


Die Anmeldung:
Wenn man einen bestimmten Termin im Auge hat, zu dem man den Führerschein möglichst in der Tasche haben möchte, sollte man sich vor allen Dingen frühzeitig anmelden oder an einem unserer Intensivkurse teinehmen.
Es sind eine Menge theoretischer und praktischer Pflichtstunden zu absolvieren und ggf. auch ein Kurs in "Sofortmaßnahmen am Unfallort" oder "Erste Hilfe".
Allein die Bearbeitung des Führerscheinantrages seitens der Behörden kann 2-3 Wochen in Anspruch nehmen. Und dieser kann erst eingereicht werden, wenn alle Unterlagen (Sehtest, Lichtbild, Sofortmaßnahmen-Bescheingung usw.) beigefügt wurden.
Alles in allem sollte man sich 3-4 Monate vor dem beabsichtigten Prüfungstermin anmelden. Die theoretische Prüfung kann schon 3 Monate vor dem Erreichen des Mindestalters abgelegt werden; die praktische einen Monat.

Die Möglichkeit zur Anmeldung besteht vor jedem theoretischen Unterricht. Die Fahrschulen sind in der Regel schon 30 Minuten vor dem eigentlichen Unterricht geöffnet. Die Orte und Zeiten gibt es hier.

Eine Übersicht über die Pflichtstunden gibt es hier. Und hier noch die Übersicht der benötigten Unterlagen.

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Die Ausbildung:
Jeder möchte so wenig wie möglich Fahrstunden bis zur Prüfungsreife absolvieren damit das Ganze nicht allzu teuer wird. Das setzt aber auch aktive Mithilfe seitens des Schülers voraus.

Viele Bewerber bemühen sich außerhalb der Fahrstunden nicht genügend ihr theoretisches Wissen zu vervollständigen. Auf die theoretische Prüfung kann man sich sehr gut vorberreiten, denn alle Fragen in den den Übungsbögen sind genau die selben wie die in den Prüfungsbogen. Ein logische Vorgehnensweise beim lernen ist hier, sich zuerst das Wissen mit Hilfe des Lehrbuchs anzueignen. Danach sind die Übungsbögen an der Reihe. Hier gilt es dann die noch vorhandenen Wissenslücken aufzuarbeiten. Ziel ist es jeden Übungsbogen mit 0 Fehlern beantworten zu können. Die Vorprüfungen in unseren Fahrschulen bereiten auf die richtige Prüfung vor und geben einen guten Eindruck von dem aktuellen Lernstand.

Fahrschülern mit Beeinträchtigung des Leseverständnisses sind wir selbstverständlich bei der Vorbereitung auf die Prüfung behilflich. Die theoretische Prüfung kann auch mit Audiounterstützung (Vorlesen durch den Computer) bestanden werden.

Das Lernen des ganzen Stoffs ist natürlich zeitaufwendig. Je früher man damit beginnt und je regelmäßiger man dies tut, desto besser. Es reicht nie aus, am Wochenende vor der Prüfung mit dem lernen anzufangen. Ein gutes theoretisches Wissen spart Fahrstunden und gibt Sicherheit während der praktischen Ausblidung.

Beim Verabreden von Fahrstunden sollte man sich wirklich sicher sein, daß man zu diesem Termin auch Zeit hat. Natürlich kann auch mal etwas sehr wichtiges dazwischen kommen. In diesem Fall bitte möglichst umgehend die Fahrstunde absagen.

Die praktische Ausbildung ist gegliedert in

  • Grundausbildung,

  • besonderen Ausbildungsfahrten (Sonderfahrten),

  • Verbinden und Trennen (bei Anhängerklassen)

  • Prüfungsvorbereitung

  • Abfahrtkontrolle (bei Lkw- und Busklassen)

  • Sicherheitskontrolle (bei Pkw- und Motorradklassen)

Für jede Ausbildungsklasse ist in der Fahrschule ein Unterrichtsplan ausgehängt.

Wir bieten unseren Fahrschülern die Möglichkeit, mittels einer Diagrammkarte Ausbildungsverlauf und Lernfortschritt aktuell zu verfolgen.

Grundausbildung

In der Grundausbildung müssen alle für die Verkehrssicherheit wichtigen Ausbildungsinhalte geübt werden.

Dazu zählen unter anderem:

  • Fahrtechnische Vorbereitung der Fahrt,

  • Anfahren und Schalten in der Ebene, im Gefälle und in Steigungen,

  • Abbiegen und Fahrstreifenwechsel,

  • Rückwärtsfahren und Wenden,

  • Halten und Parken,

  • Beachtung von Ampeln und Verkehrszeichen,

  • Angepasste Fahrgeschwindigkeit,

  • Überholen,

  • Vorfahrt,

  • Verhalten an Bahnübergängen, Bushaltestellen, an Zebrastreifen,

  • Verhalten gegenüber Kindern und alten Menschen,

  • Vorausschauendes Fahren und Verhalten in komplizierten Verkehrssituationen,

  • Vermeiden risikoreicher Verkehrssituationen,

  • Umweltschonende und energiesparende Fahrweise,

  • Gefahrbremsung.

Erst wenn dies alles gut sitzt, darf der Fahrlehrer mit den Sonderfahrten beginnen (gesetzliche Vorgabe). Für diese Fahrten sind Mindeststundenzahlen vorgeschrieben.

Nach den Erfahrungswerten des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. hängt die Zahl der erforderlichen Fahrstunden wesentlich vom Alter des Bewerbers ab. Als Durchschnittswert kann man davon ausgehen, dass für die "normale" Fahrstunde etwa das 1,3-fache der Lebensjahre erforderlich ist. Dazu kommen noch die besonderen Ausbildungsfahrten. (Werte beziehen sich auf Klasse B)

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Die Prüfungen:
In jeder Prüfung steckt ein „Restrisiko" - trotz bester Ausbildung und intensiver Vorbereitung. Manchmal sind’s die Nerven, oder man hat ganz einfach einen miesen Tag erwischt. Man kann’s drehen wie man will, Prüfung bleibt eben immer Prüfung...

Die grundliche Ausbildung ist eine gute Voraussetzung diese Prüfung zu meistern. Das kann man außerdem noch tun, damit die Prüfung gelingt:

  • Lassen Sie sich von niemandem zum vorzeitigen Abschluß der Prüfung drängen. Faustregel ist hier: Lieber eine Fahrstunde mehr, dass gibt Sicherheit und ist viel günstiger als eine Wiederholungsprüfung.
  • Den Prüfungstermin sollte man nur wenigen vertrauten Personen mitteilen.
  • Am Vortag sollte man frühzeitig zu Bett gehen, um augeschlafen zu sein.
  • Am Abfahrtsort sollte man rechtzeitig sein, aber auch nicht zu früh, um sich nicht durch andere Prüflinge nervös machen zu lassen.
  • Die Prüfung nicht zur gleichen Zeit mit anderen Prüfungen terminieren (z.B. mit Klausuren, Abiturprüfungen, Berufsprüfungen).
  • Praktische, bequeme Kleidung (außer bei Motorradklassen)
  • Bei den Motorradklassen gut sitzende und geeignete Schutzkleidung (mindestens Helm, Jacke und Handschuhe)und festes Schuhwerk, das die Knöchel bedeckt.
  • Nehmen Sie sich gezielt vor, bei Unklarheiten nachzufragen.
  • Kleine Fehler passieren in jeder Prüfung. Nicht ablenken lassen und nicht weiter drüber nachdenken. Was passiert ist, ist passiert.

Die Aufgabe des Prüfers ist es, Ihre fahrerischen Fähigkeiten gerecht zu beurteilen.
Sein Maßstab hierfür sind die Prüfungsrichtlinien. Ihr Prüfer ist ein Mensch wie Sie und ihr Fahrlehrer. Er wird sich Ihnen zuerst vorstellen und Ihnen die Möglichkeit geben etwas zu fragen.
Vor Beginn der Prüfungsfahrt wird der Prüfer Ihnen genügend Zeit lassen, das Fahrzeug in Ruhe einzurichten, Ihnen erklären, wie er die Fahrtrichtung angibt (alles so wie bei der Ausbildung auch), und Sie bitten ihn bei Unklarheiten zu fragen.

Er wird

  • Sie nicht in verbotene Straßen hineinschicken.
  • zunächst mit einfachen Verkehrssituationen beginnen
  • in unklaren Situationen Hinweise geben
  • nicht nur Fehler sondern auch gute Leistungen notieren

Nach der Prüfung wird der Prüfer

  • Ihnen das Ergebnis mitteilen
  • Ihnen wesentliche Fehler erklären
  • Ihre Fragen zur Prüfungsfahrt beantworten

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Tipps zur umweltschonenden Fahrweise:
Energiesparend zu fahren macht Sinn aus 2 Gründen:

1. Man schont die Umwelt durch geringere Abgasemissionen.
2. Man schont den eigenen Geldbeutel.

Folgende 12 Punkte helfen Kraftstoff zu sparen:

  • Beim Kauf eines Fahrzeugs schon auf dessen Verbrauch achten.
  • Die Motordrehzahl niedrig halten. So früh wie möglich hochschalten und immer im höchstmöglichen Gang fahren.
  • Bei längeren Wartezeiten (ab 15 sek.) immer den Motor abstellen.
  • Sich dem Verkehrsfluss anpassen, vorausschauend fahren und das Fahrzeug ausrollen lassen, wenn man erkennt dass man anhalten muss (z.B. bei rot an der Ampel).
  • Die Motoreinstellung regelmäßig überprüfen lassen.
  • Niemals den Motor im Stand warmlaufen lassen. (Schädigt nebenbei auch den Motor).
  • Keinen unnötigen Ballast mitschleppen. Auch nicht benötigte Haltevorrichtungen außen am Fahrzeug entfernen (erhöht den Windwiderstand).
  • Auf korrekten Reifenluftdruck achten (zu wenig Druck erhöht den Rollwiderstand und auch die Gefahr, dass ein Reifen platzt).
  • Nicht mit Höchstgeschwindigkeit fahren, sondern immer mindestens 20% unterhalb der eingetragenen Höchstgeschwindigkeit bleiben.
  • Kurze Strecken auch mal mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurück legen. (Der Kat arbeitet erst nach ca. 2 km und der Verbrauch ist auf den ersten 2 km etwa doppelt so hoch.)
  • Fahrgemeinschaften bilden.
  • Fahrten so planen, dass man Verkehrsspitzen (Rushhour, Ferienbeginn) und Staus vermeidet

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